Beschreibung
Die Pfarrkirche St. Blasius in Hirblingen (heute ein Stadtteil von Gersthofen) besitzt eine reiche Geschichte, deren Spuren von der ersten Besiedlung der Region in der Steinzeit bis in die Gegenwart reichen. Der Kirchenführer, verfasst von Domkapitular Dr. Thomas Groll, dokumentiert die Ortsgeschichte von der Ersterwähnung 1098 als „Hurbelingin“ über die wechselnden Herrschaftsverhältnisse, insbesondere die Verbindung zum Benediktinerkloster St. Ulrich und Afra sowie dem Heilig-Geist-Spital Augsburg, bis zur Eingemeindung nach Gersthofen 1975.
Eingehend behandelt wird die Baugeschichte des Gotteshauses: Der spätmittelalterlichen Vorgängerkirche folgte 1713 ein barocker Neubau, maßgeblich geplant von Hans Georg Mozart (Urgroßonkel von Wolfgang Amadeus Mozart). Die detaillierte Beschreibung würdigt die reiche Innenausstattung – von den frühen Fresken Johann Georg Bergmüllers und dem Stuck von Andreas Hainz bis zu den Altären und der Kanzel der Gebrüder Ketterle und Alois Egenberger im Nazarener Stil des späten 19. Jahrhunderts. Auch die Orgel der Firma Steinmeyer (1917), das heutige Glockengeläut, das lebensgroße Kruzifix (um 1520) und der moderne Volksaltar von Karl-Heinz Torge werden ausführlich behandelt.



