Der Verlag

 Der Kunstverlag Josef Fink wurde 1996 gegründet. In Lindenberg im Allgäu ansässig, hat er sich mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum etabliert. Das Verlagsprogramm zeichnet sich durch zwei Schwerpunkte aus: auf der einen Seite Bücher zu Kunst, Kultur und Religion, auf der anderen Seite Kleine Kunstführer durch Kirchen, Profanbauten und Museen.

Wofür der Kunstverlag Josef Fink steht

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Qualität

Bei unseren Kunstführern und Büchern legen wir hohe Maßstäbe an. Hervorragende Fotografien und Texte von Kennern der Materie machen das Lesen und Betrachten unserer Publikationen zum Genuss.

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Zuverlässigkeit

Wir stehen zu unserem Wort und halten uns an das, was vereinbart worden ist. Und wenn die Zeit drängt, liefern wir unsere Verlagserzeugnisse sogar eigenhändig aus. Dann wird der Verleger zum Spediteur.

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Kundenorientierung

Wer einen Kunstführer beim Kunstverlag Josef Fink in Auftrag gibt, darf sicher sein, dass kompetente Mitarbeiter auf die Ideen und Wünsche des Kunden eingehen. Das gilt vom Lektorat über die Bildbearbeitung und das Layout bis zum Druck.

Verleger Josef Fink
Ein Allrounder mit Faible für Kirchenführer

Artikel von Martin Geier, erschienen am 8. Oktober 2013 in der Stuttgarter Zeitung

Ist Tempo gefragt, liegt man bei Josef Fink richtig. Andererseits weiß der 66-Jährige auch, wann er auf die Bremse zu drücken hat. Das war beispielsweise der Fall, als vor eineinhalb Jahren ein Autor Fink überreden wollte, einen Kunstführer über den Heiligen Franz von Assisi herauszugeben. „Nicht schon wieder“, stöhnte der Verleger aus dem Allgäu, der damals bereits einen Kirchenführer über die Basilika im umbrischen Assisi auf den Markt gebracht hatte. Kaum aber war der neue Papst in Rom gewählt, erinnerte sich Josef Fink an jenen Autor und hatte ein paar Tage später eine Broschur gedruckt, die sich eines Spezialthemas annahm. Es ging um den Sonnengesang des heiligen Franziskus, angeführt von einem österlichen Geleitwort des Generalministers des Kapuzinerordens, dazu das Konterfei des neuen Papstes. Bei der nächsten Audienz überreichte er das Heftlein dem römischen Kirchenoberhaupt. Fink hat als Verleger also immer die Nase im Wind. 

Seine Heimat hat er so gut wie nie verlassen

Diese Begebenheit ist charakteristisch für den Allgäuer, der seiner Heimat – bis auf einen Ausflug in die bayerische Landeshauptstadt – immer treu geblieben ist. In Wangen steht neben dem Rathaus seit vielen Jahren ein Brunnen, der in Bronze einige übereinander liegende Menschen aus der Umgebung zeigt. Für den damaligen Oberbürgermeister Jörg Leist war das eine treffende Darstellung der „verdruckten“ Allgäuer, wohingegen der zugereiste Käseproduzent Anton Holzinger meint, die Zeiten seien längst vorbei, in denen man die Allgäuer als verhockt bezeichnen konnte.

Josef Fink, der Kunstverleger aus Lindenberg, ist jedenfalls ein Meister seines Fachs, ein Überzeugungstäter und Überredungskünstler, vielfach vernetzt zwischen Kirche und Altar, einer der sein Handwerk versteht – ein Atemloser, ein Besessener. Seine einzige Ausschweifung: die Spiele des FC Bayern gucken. In seinem Arbeitsleben hat Fink weit mehr als 40 Millionen Kirchenführer herausgebracht. Obwohl erst seit gut anderthalb Jahrzehnten selbstständig, gilt Fink in der Branche als König.

Lindenberg liegt an der bayerisch-württembergischen Landesgrenze – Bauernhöfe liegen putzig verstreut auf malerisch ansteigenden Wiesen, dazwischen glückliche Kühe. Hier ist Josef Fink als Handwerkersohn aufgewachsen und verließ – wie damals üblich – mit 14 die Schule. Er sollte Handwerker werden wie zwei seiner Brüder, lernte aber Kaufmann in einem Westallgäuer Omnibusunternehmen, worüber die Eltern gar nicht glücklich waren. „Mit siebzehn war ich stellvertretender Betriebsleiter“, sagt er. 

Seine Karriere begann als Sekretär in einem Verlag

Wäre es nach ihm gegangen, wäre er dort geblieben. Da seine spätere Frau aber auch in jenem Betrieb arbeitete, war sie strikt dagegen, dass „ihr“ Josef weiterhin ein Vagabundenleben führte: heute da und morgen dort und an den Wochenenden irgendwo zwischen Adria und Balkan. Also bewarb er sich auf eine Stelle bei einem Verlag für Kirchenführer in München. „Die wollten eine Sekretärin und haben einen Sekretär bekommen“, erinnert sich Fink an jene Entscheidung, die die Weichen für sein weiteres Leben stellte: „Es war Schicksal.“ Sieben Jahre war er die rechte Hand des Verlegers Hugo Schnell, der selbst 300 Kirchenführer schrieb. Es waren die wunderbaren Lehrjahre des Josef Fink, der bis zu dem Zeitpunkt lediglich drei Bücher in die Hand genommen hatte, seine Schulbücher.

Fink tauchte ein in die Welt der Architektur, der Kunstgeschichte, des Barock, des Rokoko, der Gotik, der Stuckateure, der Gold- und Fassmaler, der Gebrüder Assam und anderer. Er lernte und lernte und lernte vor allem sehen. „Ich habe zwei Väter gehabt, den leiblichen und Hugo Schnell“, sagt Josef Fink und erinnert sich daran, wie er mit Block und Bleistift die ersten Kirchenführungen begleitete und alles aufschrieb, um es später zu Hause zu strukturieren. „Inzwischen kenne ich alle Diözesanmuseen in Deutschland“ – Fink gilt als katholischer Verleger, wurde von seinen Auftraggebern jedoch noch nie gefragt, wes Glaubens er sei. 

Von Photoshop will der Auflagenmillionär nichts wissen

Der Auflagenmillionär ist ein Verleger alten Schlages, der sein Produkt vom Anfang bis zur Auslieferung begleitet. Das beginnt bei der Akquisition, geht über die Papier- und Schrift- und Bilderauswahl und reicht bis zur Buchvorstellung. Bildbearbeitung am Computer, Photoshop gibt es bei ihm nicht. Fink bringt die Bilder in die Repro. Nicht selten kommt es vor, dass er mitten in der Nacht in die nahe Druckerei fährt, um zu prüfen, ob die Farbwiedergabe ausreicht. Denn um König der Kirchenführer zu bleiben, muss man vor allem den eigenen Qualitätsansprüchen genügen. Jährlich bringt Fink 30 neue Kirchenführer heraus, die im Format etwas größer sind als jene der Konkurrenz. Die Abbildungen beziehen ihre besondere Leuchtkraft dadurch, dass das Papier nach dem Drucken zellophaniert wird. Diese Büchlein sieht Fink als kleine Kunstwerke, als Sammelstücke gar und nicht als Wegwerfware an. Deshalb fürchtet er auch nicht die elektronische Konkurrenz von Tablets und Smartphones. Da stützt sich der Verleger auf seine Beobachtungen, wonach interessierte Kirchenbesucher vielfach mit einem vor Ort ausgelegten Führer den Kirchenraum erforschen und nicht mittels Apps.

Neunhundert Titel führt der Kunstverlag in seinem Programm, ein Drittel davon sind Kunstbücher, darunter Künstlermonografien, aber auch Firmenporträts. Nicht zu vergessen Ansichtspostkarten – absoluter Renner ist der Putto „Honigschlecker“ aus der Barockkirche Birnau am Bodensee. Auf eines seiner jüngsten Produkte ist Josef Fink besonders stolz: Es ist der Katalog der Staatlichen Antikensammlung und Glyptothek in München mit dem Titel „Die unsterblichen Götter Griechenlands“. Er wiegt dreieinhalb Kilo und ist 600 Seiten stark, Auflage 5000 Stück. Von der Anfrage bis zur Fertigstellung des Buches vergingen drei Wochen – ein Geschwindigkeitsrekord.

Stimmen zum Verlag

 

„Das bildnerische Erbe des Christentums ist bei Ihnen in guten Händen.“
Christoph Stölzl, Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

„Es ist erstaunlich, mit welcher Hingabe Sie der Kunst und der Kirche dienen.“
Altabt Dr. Odilo Lechner OSB, Benediktinerabtei St. Bonifaz in München

„Es ist erstaunlich, in welcher Breite welche Titel bei Ihnen erscheinen! Zu Ihrem verlegerischem Geschick und den immer gelungenen Produkten gratuliere ich gern.“
Dr. Frank Matthias Kammel, Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums München

„Herr Fink, Sie sind ein toller Geschäftsmann mit viel Herzblut. Ich werde Sie und Ihren Verlag gerne weiterempfehlen.“
P. Maximilian Wagner OFM, Pfarrer von St. Ludwig, Berlin

„Unübertroffener Druck auf bestem Papier machen Ihre Bücher und Kunstführer neben dem redaktionellen Inhalt zu einem optischen und haptischen Vergnügen.“
Alfred Reeb, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“

„Ihr Verlagsprogramm hat sich zu einem unverzichtbaren Beitrag zur Gattung Kunstbuch gerade im Bereich der Spezialpublikationen sowie der regionalen/lokalen Kunstgeschichte entwickelt.“
Dr. York Langenstein, München

„Die Kunstführer aus dem Kunstverlag Josef Fink bieten keineswegs nur ein dürres Gerüst von verschiedenen Daten und kunsthistorischen Fakten, sie sind auch nicht mit manchen in Sprache und Ausdruck überzogenen Elaboraten zu vergleichen. Sie zeichnen sich vielmehr durch eine sprachlich klare und zugleich kunsthistorisch fundierte Ausdrucksweise aus. Von gleichfalls hervorragender Qualität in Farbe und Schärfe sind die Aufnahmen, die den Text illustrieren. Dem Verleger kann man zur Herausgabe dieser Reihe gratulieren.“
Prof. Dr. Peter Rummel, in: Jahrbuch für Augsburger Bistumsgeschichte 33 (1999)

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