Wies – Die Wieskirche, in ihren Bildern betend betrachtet

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Xaver Käser, … bis du kommst in Herrlichkeit – Die Wieskirche, in ihren Bildern betend betrachtet, 76 Seiten, 54 Abb., Format 19 x 13,6 cm, 2. Auflage 2017, ISBN 978-3-89870-120-4

ISBN 978-3-89870-120-4 Kategorien: ,

Beschreibung

Die Wies ist nicht nur ein Hauptwerk des europäischen Rokoko. Die Wallfahrtskirche in der Gemeinde Steingaden, Oberbayern, wurde von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe erklärt. Doch die prächtige Architektur von Dominikus Zimmermann, die heiter-beschwingten Fresken und Stuckaturen seines Bruders, Johann Baptist, wollen keineswegs als „L’art pour l’art“ wahrgenommen werden. Denn die Wieskirche ist in der Mitte des 18. Jahrhunderts nicht für Kunsttouristen erbaut worden, sondern für Pilger.

Im Zentrum des Gotteshauses steht die Figur des Gegeißelten Heilands. Sie gelangte auf Umwegen in den Einödhof in der Wies, wo sie von der Familie Lory verehrt wurde. Am 14. Juni 1738 bemerkte die Bäuerin Maria Lory beim Abendgebet Tränen in den Augen des Gegeißelten Heilands. Dieses „Tränenwunder“, verbunden mit immer mehr Gebetserhörungen, wurde der Beginn einer Wallfahrtsbewegung, die in kurzer Zeit europäische Dimensionen annahm. Weil die bald errichtete kleine Kapelle für den Ansturm der Pilger nicht ausreichte, entschloss sich der Abt von Steingaden zum Bau der großen Wallfahrtskirche. Ein Katechismus in Stein und Farbe. Der Pilger, der hierher kam, sollte das Heil sehen und erleben können, das vom Gnadenbild des Gegeißelten Heilands ausging.

Für den Pilger ist auch dieser „geistliche Führer“ gedacht. In ihm ist nicht von Künstlern, Jahreszahlen und Stilrichtungen die Rede, sondern von Jesus, der die Mitte der Wieskirche ist. Der Autor nimmt die Pilger an der Hand, um mit ihnen „von Bild zu Bild wandeln“ und so die Wies von ihrer eigentlichen, ihrer geistlichen Seite zu erschließen. Jedem Bild ist die entsprechende Bibelstelle beigegeben. Die anschließende Betrachtung will helfen, persönlich Zugang zur Glaubensaussage der Wieskirche zu finden. Diese Betrachtung soll schließlich ins Gebet münden. Es ist die „Wies-Litanei“, mit gängigen und neuen Melodiemodellen zum Singen eingerichtet, die der geistlichen Führungslinie durch die Kirche folgt. Jeder Bildbetrachtung ist die betreffende Anrufung angefügt, am Ende ist die ganze Wies-Litanei nochmals im Zusammenhang abgedruckt.

Der Autor: Xaver Käser (Jahrgang 1949), hauptberuflicher Ständiger Diakon in Dillingen, ist seit 1971 Leiter der Choralschola der Wieskirche. Seit 1983 wirkt er mit im Vorstand der Bruderschaft zum Gegeißelten Heiland auf der Wies e.V.

 

„Die Bruderschaft ‚Zum Gegeißelten Heiland auf der Wies‘ hat ein Pilgerbüchlein herausgegeben, das einem anhand von liebevollen und kunstgeschichtlichen Erklärungen die Bilder dieses Weltkulturerbes nahebringt und erläutert. Wie vom Kunstverlag Josef Fink gewohnt, liefern die Fotos der Altarbilder, des Chorumgangs oder der Decken ein Anschauungs- und Betrachtungsmaterial, als stehe man unmittelbar vor diesen Kunstwerken, die sonst nur aus der Distanz zu bewundern sind. Gebete und die Wies-Litanei helfen zur betenden Betrachtung“.
Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

 

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