München, St. Michael Berg am Laim

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Alexander Heisig, St. Michael in München Berg am Laim, 48 Seiten, 38 Abb., Format 13,6 x 19 cm, Verarbeitung: Broschur Klammerheftung, 1. Auflage 2018, ISBN 978-3-95976-158-1

ISBN 978-3-95976-158-1 Kategorien: , Schlüsselwort:

Beschreibung

Die Pfarr- und Erzbruderschaftskirche St. Michael im heutigen Münchner Stadtbezirk Berg am Laim ist einer der herausragenden Kirchenbauten des 18. Jahrhunderts von europäischem Rang. Dank einer beispiellosen Konstellation in Bauherrn- wie Künstlerschaft ist trotz Rivalität und Widerständen ein Bau von seltener Geschlossenheit und Harmonie entstanden. Kurfürst Clemens August von Köln gab als einer der kunstsinnigsten und repräsentationsfreudigsten Reichsfürsten den Anspruch und das künstlerische Niveau vor. Sein Verwalter Franz von Paula Würnzl machte das ambitionierte Projekt zu seinem persönlichen Lebenswerk, warb unermüdlich Gelder ein und ließ sich weder durch Kriegszeiten noch Intrigen in seinem Tun beirren. Die Erzbruderschaft und der adlige Ritterorden des hl. Michael boten die geistig-geistliche Folie und die angemessene Bühne für den feudalen Wettstreit zweier Kurfürsten. Den feinsinnigen Raumschöpfungen in den Münchner Schlössern Karl Albrechts setzte Clemens August die „Residenzstadt des Himmelsfürsten“ Michael entgegen, der in Berg am Laim – dem neuen Monte Gargano – in besonderer Weise gegenwärtig ist.

Mit Johann Michael Fischer, Johann Baptist Zimmermann und Johann Baptist Straub fanden die besten Künstler ihres Fachs zusammen. Kongenial, in der künstlerischen Haltung eng verwandt und im Hintergrund vom Großmeister des höfischen Rokoko, François Cuvilliés, begleitet, zeichnen sie verantwortlich für das gleichermaßen feierlich wie ausgewogen gestimmte Interieur. Mit der Stiftskirche in Dießen zählt St. Michael in Berg am Laim zu den Gründungsbauten des kirchlichen Rokoko in Altbayern.

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