Beschreibung
Die Jesuitenkirche St. Ignatius von Loyola bildet den markanten städtebaulichen Abschluss der Landshuter Neustadt und gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse des Jesuitenstils in Altbayern. Das 1631–1641 unter der Leitung von Johannes Holl errichtete Bauwerk beeindruckt durch seine künstlerische Synthese aus manieristischer Strenge und barocker Dynamik. Besonders hervorzuheben ist die Lichtführung im Innenraum sowie die Ausstattung mit Altarblättern von Meistern wie Joachim von Sandrart und Cornelis Schut. Nach einer langjährigen Baumaßnahme präsentiert sich die Kirche seit ihrer Wiedereröffnung im Jahr 2026 erneut als glanzvolles Gesamtkunstwerk.
In diesem Kleinen Kirchenführer beleuchtet der Autor Stephan Kaupe die wechselvolle Historie des Kollegs und der Kirche von der Gegenreformation bis zur Gegenwart. Im Verlauf eines theologisch-ikonografischen Rundgangs wird die spirituelle Programmatik der Altäre und Skulpturen entschlüsselt. Ergänzt durch Details zur aufwendigen Sanierung und zur Bedeutung der jesuitischen Mission in Niederbayern, bietet der Kunstführer eine prägnante Darstellung der Landshuter Jesuitenkirche.



