Der Dom zu Freiberg

12,80 

Heinrich Magirius (Text), Constantin Beyer (Fotos), Der Dom zu Freiberg, 64 Seiten, 72 Abb., Format 19 x 24 cm, 1. Auflage 2013, ISBN 978-3-89870-823-4

ISBN 978-3-89870-823-4 Kategorie:

Beschreibung

Der Freiberger Dom gehört zu den Monumenten von europäischer Bedeutung im Freistaat Sachsen. Seine Bau- und Kunstgeschichte ist mit der Entstehung und Entwicklung von Freiberg, der alten Stadt des Silberbergbaus, eng verbunden. Eine der vier Pfarrkirchen Freibergs war die in der Nähe der Burg der Wettiner, des sächsischen Herrschergeschlechts, gelegene romanische Marienkirche, die durch archäologische Untersuchungen ermittelt werden konnte. Zu diesem Bau gehört die Goldene Pforte, ein Figurengewändeportal aus der Zeit um 1225/30. Nach dem Urteil des Kunsthistorikers Georg Dehio ist die Goldene Pforte das „prinzipiell vollkommenste aller mittelalterlichen Portale“. Zu den Spitzenwerken der obersächsischen Spätgotik zählt der Bau des Freiberger Domes mit seiner hervorragenden Ausstattung. Insbesondere verdient die Tulpenkanzel als eine frei im Raum stehende „kolossale Tulipane“ des Meisters HW Beachtung.

Nach der Reformation wurde der Domchor zu einer wettinischen Grablege umgestaltet. Niederländische und italienische Künstler der Renaissance haben an der Ausgestaltung Anteil. Sie stand mit den Grabstätten anderer europäischer Fürstenhäuser des 16. Jahrhunderts in Konkurrenz. Auch ein großes Werk des Barock beherbergt der Dom, die sogenannte „Schwesterngruft“ mit Marmorskulpturen von Balthasar Permoser.

Die Publikation stellt aber nicht nur diese kunstgeschichtlichen Höhepunkte aufgrund von jahrzehntelangen Forschungen des Autors vor, sie werden auch im Zusammenhang mit der Geschichte der Stadt und des Landes beschrieben. So werden die kultur- und geistesgeschichtlichen Zusammenhänge deutlich. Zahlreiche Pläne erklären die verschiedenen Bauphasen. Die fast ausnahmslos neuen Fotoaufnahmen gehen auf den bewährten Weimarer Architekturfotografen Constantin Beyer zurück.

 

Der Autor

Heinrich Magirius wurde 1934 in Dresden geboren, besuchte die dortige Kreuzschule und studierte in Greifswald und Leipzig Kunstgeschichte, Klassische und Christliche Archäologie. Promotion zum Dr. phil. 1958, Thema der Dissertation war das Zisterzienserkloster Altzella. Seither war er am Institut für Denkmalpflege, Arbeitsstelle Dresden, beschäftigt und betreute unter anderem die Restaurierung bedeutender Baudenkmäler wie die des Freiberger Doms, der Thomaskirche in Leipzig und der Annenkirche in Annaberg. 1977–1985 war er am Wiederaufbau der Semperoper in Dresden kunsthistorisch leitend tätig. 1989 Promotion B mit dem Thema „Geschichte der Denkmalpflege Sachsen“, 1991 als Habilitation anerkannt, seither Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 1994 Landeskonservator im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. Denkmalpflegerische Betreuung des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche 1990–2005. Zahlreiche Publikationen zu Bau- und Kunstdenkmälern.

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