Beschreibung
Den Schwerpunkt dieses Buches bildet der Geistliche Dominikus Ringeisen (1835–1904), dessen Leben nachgezeichnet wird. 1884 erwarb er die Gebäude des säkularisierten Prämonstratenserklosters Ursberg (Landkreis Günzburg) und eröffnete hier im gleichen Jahr eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Damit war er seiner Zeit weit voraus.
Bleiben heißt weitergeben – 1897 gründete Ringeisen zudem eine Schwesterngemeinschaft, die St. Josefskongregation Ursberg, die ihn fortan bei der Betreuung der anvertrauten Menschen tatkräftig unterstützte. Er band die Schwestern von Anfang an in den Aufbau und den Betrieb der Ursberger Anstalt mit ein und übergab diese schließlich testamentarisch an die Kongregation. Die Einrichtungen konnten sich so in der Folge entfalten und die schwierige Zeit des Dritten Reiches überstehen.
Entwicklung und Vermächtnis – sich zu vergewissern und weiterzuentwickeln, gehört zum menschlichen Leben dazu. Genau dies macht soziale Einrichtungen aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte weltweit eine Entwicklung ein, die als Neuerfindung der Eingliederungshilfe verstanden werden kann.
So zeigt das Buch in der Gesamtschau auf, was der Einsatz für Menschen mit Behinderung bedeutet – nicht nur gestern, sondern auch heute.



