100 Jahre Hermann Brommer – 30 Jahre Kunstverlag Josef Fink

3. März 2026 | News

Am 18. März 2026 wäre Professor Hermann Brommer – nicht nur einer der wichtigsten Autoren, sondern auch „Geburtshelfer“ unseres Verlags – 100 Jahre alt geworden. Die anlässlich seines 70. Geburtstags 1996 erschienene, vom damaligen Oberrechtsdirektor der Erzdiözese Freiburg, Dr. Bernd Mathias Kremer, herausgegebene und noch lieferbare Festschrift „Kunst und geistliche Kultur am Oberrhein“ war die erste Buchpublikation des Kunstverlages Josef Fink.

1926 im badischen Bühl geboren und lange Zeit in Merdingen am Kaiserstuhl wohnhaft, hatte Brommer beruflich zwar eine Lehrerlaufbahn eingeschlagen und war Schulrektor geworden. Doch nebenher ging er seiner eigentlichen Leidenschaft nach – und diese galt dem Forschen nach bislang unbekannten (kunst-)historischen Zusammenhängen nicht nur in seiner oberrheinischen Heimat, sondern auch im benachbarten Elsass. So gelang es ihm 1971 anhand von Einträgen in Kirchenrechnungen, die aus Kirchzarten im Schwarzwald gebürtigen Künstlerbrüder Clemens und Philipp Winterhalder als Schöpfer des prächtigen Barockhochaltars von St. Sebastian in Dambach-la-Ville ausfindig zu machen. Diesen Quellenfund publizierte Brommer in der Zeitschrift „Das Münster“, wodurch sich der Kontakt zu deren Schriftleiter Dr. Hugo Schnell ergab. In diesem Zusammenhang lernte Brommer auch dessen Sekretär Josef Fink kennen, woraus eine tiefe Freundschaft erwuchs, die bis zu Brommers Tod am 26. Oktober 2012 anhielt.

Professor Hermann Brommer (18.03.1926 – 26.10.2012), entnommen aus: „Kunst und geistliche Kultur am Oberrhein – Festschrift für Hermann Brommer zum 70. Geburtstag“, Lindenberg i. Allgäu 1996, S. 2

Professor Hermann Brommer (18.03.1926 – 26.10.2012), entnommen aus: „Kunst und geistliche Kultur am Oberrhein – Festschrift für Hermann Brommer zum 70. Geburtstag“, Lindenberg i. Allgäu 1996, S. 2

Ab 1973 hat Hermann Brommer die Texte zu ca. 70 Kunstführern – davon 22 in unserem Verlag erschienen – und zahlreichen weiteren Publikationen verfasst. Das Besondere daran war, dass Brommer nicht nur auf der Basis der bislang vorliegenden Literatur, sondern auch auf der Grundlage von tiefgreifenden Archivstudien schrieb, für die er selbst größten Aufwand nicht scheute. Wie sein Vorbild Hugo Schnell, legte auch er eine große Zettelkartei an, in der er zahlreiche Fakten zu Künstlern festhielt.

Im Herbst 1995 wurde Brommer dann zum maßgeblichen Protektor und Unterstützer der Gründung des Kunstverlages Josef Fink, die zum 1. Januar 1996 erfolgt ist. Zeitlebens hat er unseren Verlag mit Rat und Tat unterstützt – unzählige Projekte haben ihre Wurzeln in seinen Ideen und seinem weitgespannten Netzwerk. Wir sind Hermann Brommer auch heute noch für seine Leistung zutiefst dankbar und erinnern uns sehr gerne an ihn. Wir wissen: Ohne ihn würde es unseren Verlag nicht geben.

Anlässlich unseres 30-jährigen Verlagsjubiläums wird der SWR (Südwestrundfunk) am Karsamstag, 4. April 2026, einen fünfminütigen Beitrag in der Sendung „SWR Kultur am Samstagnachmittag“ auf dem Radiosender „SWR Kultur“ über unseren Verlag ausstrahlen, bei dem Auszüge aus einem Gespräch mit Josef Fink und Mathias Baumgartner, aber auch unser Autor Br. Thomas Freidel OFM.Conv., deutscher Pilgerseelsorger in Assisi, zu hören sein werden. Der Beitrag wird nach Ausstrahlung auch in der ARD-Audiothek abrufbar sein.

Zu seinem 60. Geburtstag 1986 wurde Hermann Brommer vom damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth mit dem Professorentitel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet – das Foto ist beim Empfang im Anschluss an die Verleihung entstanden und zeigt von links: Hermann Brommer (1926–2012), Helmut Engler (1926–2015), damaliger Minister für Wissenschaft und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Dipl.-Volksw. Karl A. Stich (1936–2025), Administrator des Bischofs von Regensburg, und Josef Fink. Foto: Peter Bunzel, Rottweil, entnommen aus: „Das Münster“, Heft 2/1986, S. 190

Zu seinem 60. Geburtstag 1986 wurde Hermann Brommer vom damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth mit dem Professorentitel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet – das Foto ist beim Empfang im Anschluss an die Verleihung entstanden und zeigt von links: Hermann Brommer (1926–2012), Helmut Engler (1926–2015), damaliger Minister für Wissenschaft und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Dipl.-Volksw. Karl A. Stich (1936–2025), Administrator des Bischofs von Regensburg, und Josef Fink. Foto: Peter Bunzel, Rottweil, entnommen aus: „Das Münster“, Heft 2/1986, S. 190