„Mut zu prächtigen Dingen“ – Die Theatinerkirche in München

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Fabian Pius Huber, „Mut zu prächtigen Dingen“ – Die Theatinerkirche in München, 440 Seiten, 300 Abb., Format 19 x 27 cm, 1. Auflage 2019, Kunstverlag Josef Fink, ISBN 978-3-95976-133-8

ISBN 978-3-95976-133-8 Kategorien: ,

Beschreibung

Die Theatinerkirche zählt zu den prominentesten Kirchen Münchens. Von Kurfürst Ferdinand Maria (1636–1679) und seiner aus Savoyen stammenden Gemahlin Henriette Adelaide (1636–1676) aus Dankbarkeit für die Geburt ihrer Nachkommen gestiftet, gilt die 1663 begonnene Kirche als einer der Initialbauten für die nordalpine Barockarchitektur. Der Kurfürst selbst fasste den Anspruch an die Hofkirche der Wittelsbacher in einem Satz zusammen: „Man muss auch den Mut haben, prächtige Dinge zu tun.“

Neben dem Einfluss der Stifter und des aus Italien kommenden Theatinerordens steht in dem Buch die Aufarbeitung der Planungs-, Bau- und Ausstattungsgeschichte der Kirche im Mittelpunkt. Durch die teilweise neue Erschließung von Quellen- und Planbeständen verschiedener Archive des In- und Auslands ergeben sich dabei völlig neue Aspekte und Gewichtungen. Besondere Beachtung finden der erste Architekt Agostino Barelli, der einflussreiche Theatinerpater Antonio Spinelli und der maßgebliche Stuckator Carlo Brentano-Moretti.

Mit zahlreichen Vergleichsabbildungen und aktuellen Photographien der Theatinerkirche lässt der Autor, der Kunst- und Architekturhistoriker Fabian Pius Huber, den komplexen Entstehungsprozess und die herausragende Bedeutung des Baus zwischen fürstlicher Repräsentation, katholischer Frömmigkeit und italienischer Kunst anschaulich werden.

 

Stimmen zum Buch

„Der Verfasser dieser Besprechung hat bis dato geglaubt, dass die 1899 von Joseph Koegel geschaffene Publikation über die Münchner Theatinerkirche eine ausreichende wissenschaftliche Basis zur rechten Würdigung des großartigen, von Kurfürstin Henriette Adelaide ab 1662 in Auftrag gegebenen stadtbeherrschenden Gotteshauses am Nordrand der Altstadt darstellt. Er musste sich aber inzwischen belehren lassen, dass erst durch die hier angezeigte Veröffentlichung eine völlig neue Dimension der ordens- und kunstgeschichtlichen Erfassung dieser Kirche erreicht wurde.

Das von strenger Wissenschaftlichkeit geprägte, über vierhundert Seiten fassende Buch, das durch einen reichen Archivalien- und Literaturapparat erschlossen ist, fußt auf einer kunsthistorischen Freiburger Dissertation, der ob ihrer gut geordneten Informationsfülle uneingeschränktes Lob zu zollen ist. Der für die gegenwärtige Veröffentlichung zuständige Kunstverlag Josef Fink hat durch zahlreiche großformative Farbaufnahmen der inhaltlichen Qualität der Publikation eine besondere gestalterische Qualität hinzufügt, was ebenfalls lobend hervorzuheben ist.“
Richard Bauer, Oberbayerisches Archiv 143 (2019). Link zur vollständigen Rezension.

„Hubers Buch bietet die verwickelte Geschichte dieses ungewöhnlichen Gotteshauses gut verständlich dar, das kunst- und stadtgeschichtlich interessierten Lesern gleichermaßen empfohlen werden kann.“
„Bayern im Buch – Literatur aus Altbayern, Schwaben und Franken“, Heft 2, November 2019

„Ansprechend gestaltet und bebildert und vor allem – was für ein kunsthistorisches Werk nicht immer selbstverständlich ist – gut lesbar geschrieben, werden Kunsthistoriker wie Laien das aufschlussreiche Buch nur ungern aus der Hand legen, das die Synthese aus persönlichen Wünschen und politischen Entwicklungen, aus herrschaftlichem Repräsentationsanspruch, tiefer Frömmigkeit und zeitgenössischen Kunstströmungen anschaulich herausarbeitet.“
Monika Judä, Bayerische Staatszeitung, 2. August 2019

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