Nibelungenkochbuch

24,80 

Mathilde Grünewald, Klaus Baranenko (Fotos und Gestaltung), Nibelungenkochbuch, 160 Seiten, zahlr. Abb., Format 24 x 26 cm, 1. Auflage 2006, ISBN 978-3-89870-281-2

ISBN 978-3-89870-281-2 Kategorie:

Beschreibung

Wer wüsste nicht gerne, was Kriemhild speiste, was Königin Ute zum Frühmahl serviert wurde? Oder wie die ‚Schnitten‘ aussahen, mit denen Küchenmeister Rumold im Nibelungenlied die Könige verwöhnte? Leider hat uns der Dichter des Nibelungenliedes weder Menüfolgen noch Rezepte überliefert. Es wird uns allein berichtet, dass am Hofe der sagenhaften Burgunden in Worms kein Mangel herrschte und jeder Gast nach seinem Stand reichhaltig bewirtet wurde.

In der Zeit zwischen 800 und 1200 n. Chr. kochte man ohne Sahne und kannte noch keinen Zucker. Rindfleisch stammte von Ochsen und Kühen, die ein langes Arbeitsleben hinter sich hatten, es musste demzufolge gekocht werden. Zarte Hühnchen am Spieß und helles Weizenbrot aßen die reichen Leute. Der einfache Mann dagegen ernährte sich von Haferbrei, Eiern und vielleicht einem Suppenhuhn. Rohes Obst galt noch nicht als gesund und Vollkorngetreide nicht als vornehm.

Heute kochen wie im Mittelalter: Das bedeutet einerseits die Rückkehr zu einer schlichten Küche mit bodenständigen Zutaten je nach der Jahreszeit. Andererseits wurden Hühner damals zeitaufwendig entbeint und wieder gefüllt und reichhaltige Saucen angerührt.

Die Autorin ist Archäologin und hat viel Erfahrung mit der antiken Küche gesammelt. Sie beschreibt die einzelnen Arbeitsgänge und hat sämtliche Rezepte in der eigenen Küche gekocht. Hier ist das Buch aus der Küche für die Küche, für alle, die Interesse am Mittelalter haben und sich dieser Zeit auch in der Küche nähern möchten. Vieles ist zu entdecken: Rübchen mit Ingwer und Erbsenbrei mit Speck und Zwiebeln sind von überraschendem Wohlgeschmack. Auch süße Schnitten können Sie fortan nach Nibelungen-Rezept servieren.

 

Stimmen zum Buch

„Mathilde Grünewald hat vieles ausprobiert, ihre Phantasie spielen lassen, das nicht immer alltägliche Material zu wohlschmeckenden Kompositionen verfeinert und schließlich im Freundeskreis erprobt. Fast 60 Rezepte sind dabei herausgekommen, leicht verständlich beschrieben und einfach nachzukochen. Natürlich fehlen auch interessante kulturgeschichtliche Hinweise nicht, in kleinen, gut genießbaren Happen für den Leser und die Leserin aufbereitet.“
Wormser Wochenblatt, 19.3.2006

„Die Verquickung fundierten Wissens über die Zeit, die Kenntnis nützlicher Quellen mit dem Geschick, Aromen zu komponieren und Zubereitungsarten abzustimmen, machten es der Autorin einfach, eine kräftigende Weinsuppe genauso nachzukochen wie die bei Hofe laut alten Dichtungen so beliebten gefüllten Hühner. … Wer sich selbst ein solches mittelalterliches Menü nachgekocht hat, wird um eine wichtige Erfahrung reicher sein. Denn die Einschränkung der Geschmacksvielfalt aus Mangel an Gewürzen und Süßstoffen weckt zum einen ein tieferes Verständnis für das Leben im Mittelalter, als es historische Darstellungen von Tischszenen jemals im Museum könnten, und zum anderen die allzu oft verlorene Fähigkeit, die echten und unverfälschten Aromen der einzelnen Lebensmittel wahrzunehmen.“
„Rheinpfalz“, 25.3.2006

„Endlich mal ein wirklich neues Kochbuch, vermutlich, weil’s so alt ist. Größtes Vergnügen beim Durchblättern und Nachkochen mittelalterlicher Gerichte ohne Zucker, Sahne und Kartoffeln.“
„Mittelbayerische Zeitung“, 22./23.4.2006

„Die Rezepte sind wirklich interessant, es ist spannend festzustellen, was mit der damals noch recht eingeschränkten Palette an Lebensmitteln zubereitet werden kann. Äußerst unterhaltsam ist die Einführung in die Kochgewohnheiten.“
Dagmar von Cramm, Diplom-Ökotrophologin, Freiburg im Breisgau

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