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Bischof Sproll im Wilhelmstraßen-Prozess

Franz X. Schmid, Die Gestalt von Bischof Dr. Joannes Baptista Sproll im Wilhelmstraßen-Prozess 1947 bis 1949, 32 Seiten, Format 19 x 24 cm, 1. Auflage 2014

5,00 €
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Bischof Joannes Baptista Sproll war für die Nationalsozialisten, vor allem für Adolf Hitler und dessen getreuesten Schildknappen Wilhelm Murr (Gauleiter, Staatspräsident und ab 5.5.1933 Reichsstatthalter) der am meisten gehasste deutsche Bischof. Sproll war ihnen jedoch haushoch überlegen und genau über ihre Ideologien und ihr Handeln informiert.

Bereits am Tag nach der Wahl und Volksabstimmung am 10.4.1938 fand, aufgestachelt und veranlasst von Murr, die erste Demonstration gegen Bischof Sproll in Rottenburg statt: „Der Bischof muss gehen“. Damit begann Murrs Hetzkampagne gegen den Bischof mit dem Höhepunkt am 23.7.1938. Am 18.8.1938 hatte Reichskirchenminister Kerrl von Hitler den Befehl erhalten, Sproll aus Württemberg auszuweisen. Wenige Tage später erschien dann die Gestapo im Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg und brachte Bischof Sproll gegen seinen Willen nach Freiburg. Auf dem Weg dorthin sagte er den Gestapoleuten: „Am Ende wird Jesus Christus der Sieger sein“.

In den fast sieben Jahren Verbannung wurde Bischof Sproll entgegen aller Zusagen von der Gestapo überwacht. Erst am 12.6.1945 endete die Zeit seiner Verbannung und er konnte über Ulm an seinen Bischofssitz zurückkehren.

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