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Die Geschichte des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums München

Cornelia Oelwein, Die Geschichte des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums München, 120 Seiten, 27 Abb., Format 17 x 24 cm, 1. Auflage 2016

14,90 €
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Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum in München gilt in seiner Art als einzigartig auf der Welt. Mit seinen kunst- und kulturhistorischen sowie den jagd- und naturkundlichen Exponaten geht es weit über eine Trophäensammlung hinaus.

1938 wurde das Museum im Nordflügel von Schloss Nymphenburg eröffnet. Es war in erster Linie das Werk jagdbegeisterter Personen, darunter zahlreiche Adelige und Waldbesitzer. Reichsjägermeister Hermann Göring, dem die Schirmherrschaft zunächst angetragen wurde, lehnte das prestigeträchtige Unternehmen jedoch entschieden ab. Durch den Zweiten Weltkrieg war dem Museum in Nymphenburg allerdings nur ein kurzes Bestehen gegönnt. Nach Kriegsende schien beinahe das Aus gekommen, bevor das Museum nach zähem Ringen, das fast einem Krimi glich, in der ehemaligen Augustinerkirche im Herzen Münchens wiedererstehen konnte. Seit seiner Wiedereröffnung im Jahr 1966 zählt das Museum zu den beliebtesten im Herzen der Stadt. Durch die Eröffnung der Fischerei-Abteilung im Jahr 1982 (mit gleichzeitiger Erweiterung des Namens) konnte die Attraktivität des Hauses noch wesentlich gesteigert werden. Die beiden bronzenen „Türwächter“ – der Eber und der Waller – zählen seither zu den begehrtesten Fotomotiven in der Fußgängerzone.

Eine umfassende Geschichte des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums lag bislang nicht vor. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens wurde sie von Cornelia Oelwein erarbeitet und schließt nun eine Lücke der jüngeren Münchner Stadtgeschichte.


Cornelia Oelwein studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in ihrer Heimatstadt München Geschichte mit den Schwerpunkten bayerische Landesgeschichte und Geschichtliche Hilfswissenschaften (Promotion). Neben ihrer langjährigen Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie der Messerschmitt Stiftung München, der größten privaten deutschen Stiftung auf dem Gebiet der Denkmalpflege, ist sie als freie Historikerin für verschiedene Institutionen, Verbände und kommunale Auftraggeber tätig. Rund 30 eigenständige Bücher zu regionalgeschichtlichen sowie kunst- und kulturhistorischen Themen sind bisher von ihr erschienen, darunter diverse zur Geschichte der Fischerei in Bayern, daneben zahlreiche Zeitschriftenbeiträge und Sendungen im Bayerischen Rundfunk BR2.

 

„Mit großer Akribie zeichnet Oelwein aus der reichen Überlieferung in mehreren Archiven und Nachlässen, den Presseorganen und der Fachliteratur die Vorgeschichte, den Gründungsverlauf und die weitere Entwicklung des Museums nach. (…) Oelwein legt eine wichtige Studie zum Museumswesen wie zur Geschichte des Sammelns vor, welche die politischen Entwicklungen nicht ausblendet.“
Dieter J. Weiß in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte Bd. 79, Heft 1/2016, S. 171–174

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