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Das Radolfzeller Spitzweg-Kabinett

Karl Batz (Hrsg.), Das Radolfzeller Spitzweg-Kabinett, 64 Seiten, zahl. Abb., Format 19 x 24 cm, 1. Auflage 2007

9,80 €
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Während manche Künstler, die sich zu ihrer Zeit einer weitaus größeren Anerkennung und Bekanntheit als Carl Spitzweg erfreuten, inzwischen weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden sind, hat sich die Beliebtheit des Münchner Biedermeier-Malers (1808 bis 1885) kontinuierlich entwickelt und hält auch heute, weit mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tod, ungebrochen an.

Der populäre Künstler wird weltweit über alle Maßen geschätzt, in seine Ausstellungen strömen die Besucher in Scharen, und nach wie vor erzielen seine Werke auf Kunstauktionen Höchstpreise. Dass Spitzweg zum Gemäldebestand der wichtigsten nationalen und vieler internationaler Museen gehört, unterstreicht darüber hinaus die Bedeutung des Künstlers eindrucksvoll.

Die im Spitzweg-Kabinett des Stadtmuseums Radolfzell präsentierte Sammlung enthält Werke aus der gesamten Schaffensperiode des Meisters und zeigt die - zuweilen unterschätzte - Vielseitigkeit und Verschiedenartigkeit seines Oeuvres, das über die bekannte Genrebildmalerei einer liebevoll demaskierenden Schilderung der vermeintlich kleinbürgerlichen Biedermeier-Idylle weit hinaus geht.

Die Palette der Sammlung reicht unter anderem von der vermutlich frühesten erhaltenen Zeichnung Spitzwegs, einer Apotheken-Labor-Szene in Erding, über eine schon in der Frühzeit entstandene, atmosphärisch beeindruckende Schilderung eines Tagesanbruchs im Karwendel, über Mönchs- und Eremitenszenen bis hin zu den meisterlichen Ölbildern "Mädchen im Gebirge", dem bekannten "Käfersammler" sowie einer kürzlich erworbenen und wohl bis dato noch nicht öffentlich ausgestellten Schilderung einer durch die Wüste ziehenden Karawane.

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