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Die Bildhauerin Marta Hinckeldey-Wittke

Thomas Hinckeldey, Menschlichkeit statt Knechtschaft durch den Zeitgeist. Die Bildhauerin Marta Hinckeldey-Wittke (1890–1978), 168 Seiten, ca. 100 meist farb. Abb., Format 23 x 29,7 cm, 1. Auflage 2011

19,80 €
Zum Inhalt

Eine ihrer anrührenden Krippen, geschaffen in den zwanziger Jahren, wird noch heute zur Weihnachtszeit in der Rothenburger Jakobskirche aufgestellt. Gleichwohl ist das Werk der Bildhauerin Marta Hinckeldey-Wittke (1890–1978) nur wenigen Kennern ein Begriff. Nach einem Kunststudium in Berlin und Breslau wandte sich die Künstlerin der Plastik zu. Gemeinsam mit ihrem damaligen Mann, dem Bildhauer Ernst Paul Hinckeldey, übersiedelte sie von Berlin nach Rothenburg ob der Tauber. Ihrer dortigen sehr produktiven Kunstwerkstatt entstammen neben den Krippendarstellungen zahlreiche weitere Arbeiten, darunter schöne Tierplastiken und liebenswerte Puppen. Im reifen Alter knüpfte Marta Hinckeldey-Wittke an ihre Anfänge als Kunsterzieherin an und widmete sich der Aufgabe, die humanen Werte der Kunst an junge Menschen weiterzugeben.

In diesem Buch befasst sich der Sohn der Künstlerin, Thomas Hinckeldey (Jahrgang 1925), mit Leben und Werk von Marta Hinckeldey-Wittke. Vor den Augen des Lesers entsteht das Bild einer unangepassten Künstlerpersönlichkeit, die sich den totalitären Doktrinen der Avantgarde im frühen 20. Jahrhundert konsequent widersetzte, die unbeirrt ihren eigenen Weg verfolgte, dabei allzeit geleitet von der Richtschnur der Schönheit und der Menschlichkeit. Der Autor beschreibt die Rückbesinnung auf die Gespräche mit der Mutter über die Kunstgestaltung und das Zeitgeschehen.

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