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Schienen, Kath. Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Genesius

Mathias Köhler, Kath. Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Genesius in Schienen, 32 Seiten, 28 Abb., Format 13,6 x 19 cm, 1. Auflage 2005

3,00 €
Zum Inhalt

Geschichte und Kunstgeschichte von St. Genesius zu Schienen sind untrennbar mit der Reichenau verbunden. Die überragende Bedeutung der Inselabtei, die Fülle umgebender anderer Klostergründungen (Petershausen, Stein, Wagenhausen, Öhningen, Kreuzlingen, Münsterlingen, Schaffhausen etc.) mögen es dem kleinen Konvent bzw. der späteren Chorherrengemeinschaft nicht leicht gemacht haben. So blieb von den verheißungsvollen Anfängen in karolingischer Zeit, deren in Quellen überlieferte Namen einem Who is who jener Epoche gleichen, kaum etwas. Und doch gehört die im wesentlichen salierzeitliche Pfeilerbasilika zu den ehrwürdigsten und eindrucksvollsten, freilich unbekanntesten Gotteshäusern am Bodenssee. Es handelt sich um eine zu Unrecht bisher kaum gewürdigte kunstgeschichtliche Rarität, ein Bindeglied zwischen dem Mittelzeller Münster Abt Bernos, den frühen Bauten des Klosters Petershausen und der Konstanzer Bischofskirche. St. Genesius ist mit seinem charakteristischen Mauerverband, dem Rechteckchor und dem Verzicht auf alles schmückende Beiwerk ein echtes Kind der Kunstlandschaft Bodensee. Nur wenige, aber qualitätvolle Ausstattungsstücke vom Mittelalter bis in die Moderne fügen sich ein in das im Wesentlichen 1959 geschaffene, der schweren, lastenden, aber auch bergenden Architektur verpflichtete Raumbild, darunter das gotische Gnadenbild von 1430, noch heute Ziel einer Wallfahrt.

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