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10 Jahre Euro. Wie er wurde, was er ist

Christoph Wehnelt, 10 Jahre Euro. Wie er wurde, was er ist, 264 Seiten, zahlr. Abb., Format 24 x 28 cm, 1. Auflage 2008
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12,00 €
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Mit seinem Buch "10 Jahre Euro – wie er wurde, was er ist" legt Christoph Wehnelt einen Abriss der deutschen Nachkriegsgeschichte vor, in dem die Deutsche Bundesbank und die Deutsche Mark im Mittelpunkt stehen. Das niedergeschlagene Volk freute sich in der Nachkriegszeit über das harte Geld, konnte sich zunehmend alles leisten und nach Lust und Laune in die Welt reisen. So wurde die Bundesbank aber auch ein deutsches Machtzentrum. Die Frankfurter Notenbank wurde über die D-Mark innenpolitisch zum Garanten von Aufschwung und Wohlstand, außenpolitisch ein Bollwerk für neue deutsche Machtentfaltung.

Ohne die unumstößliche Geldsouveränität der "Wacht am Main" wäre allerdings ein vereintes Deutschland von der europäischen Völkerfamilie nicht akzeptiert, sogar verhindert worden. Vor und nach dem "deutschen November" lieferten sich die großen Nationen dieser Welt immer wieder zermürbende Währungsschlachten im Europäischen Währungssystem und mit Dollar und Yen, aus denen die D-Mark meist gestärkt hervorging. Umso intensiver wurde aber die Bundesbank als "Störenfried" identifiziert, der der Vereinigung Europas im Wege steht. Dabei hatte alles so harmlos und bieder begonnen, weil die Währungshüter nichts anderes als das Wohl des Volkes im Sinn und sich allein der Geldwertstabilität verschrieben hatten. Letztlich haben sie damit auch Europa nachhaltig gedient.

Der Autor, der diese Entwicklung als Redakteur der "Frankfurter Rundschau", als Korrespondent der "Wirtschaftswoche" und als Leiter des Wirtschaftsfunks des "Hessischen Rundfunks" drei Jahrzehnte hautnah verfolgt hat, zeichnet ein bewegendes Bild der deutschen Geldgeschichte vom Tag X der Währungsreform 1948 bis 1989/90 und der folgenden Absorbierung der D-Mark im Euro zehn Jahre später. Er liefert dabei auch Stimmungsbilder von vielen internationalen Konferenzen. So sehr er die reiche politische Ernte bei der glorreichen Vereinigung bewundert, so skeptisch sieht er die Vernachlässigung der deutschen Interessen beim Aufbau der Europäischen Zentralbank. Selbst der "Sitz Frankfurt" wackelt.

"Christoph Wehnelt paart Stimmungsbilder vieler internationaler Gremien mit einer besonderen Liebe zum Detail. Das macht sein Buch zur Gourmetlektüre für Leser mit langjährigem geldpolitischem Interesse. Es ist aber auch geschichtlich sowie politisch aufschlussreich und hat so für das fachlich weniger vertraute Publikum ebenfalls seinen Reiz."
"Bundesbankmagazin" 4/2009

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